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Bußgeldbescheide sind nicht beliebt

Bußgeldbescheid richtig behandeln– Risiko für Führerschein abwenden

In vielen Jobs wird Mobilität groß geschrieben. Wer seinen Führerschein verliert, der hat im Beruf mit Nachteilen zu rechnen – und dies gilt nicht nur für Taxi- oder Busfahrer, deren Lebensunterhalt logischerweise vom „Lappen“ abhängt. Besonders Fahranfängern, die sich noch in der Probezeit befinden kann solch ein Bußgeldbescheid gefährlich werden.

Gründe für einen Bescheid

Flattert ein Bußgeldbescheid in Haus, ist dies meist eine Reaktion auf eine Ordnungswidrigkeit. Eine Ordnungswidrigkeit liegt beispielsweise vor, wenn Sie falsch geparkt haben, die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet haben oder gegen andere Verkehrsordnungen verstoßen haben. Bekommen Sie ein solches Schreiben, sollten Sie dieses auf jeden Fall öffnen, auch wenn Sie der Meinung sind, gegen nichts gehandelt zu haben. Wenn nicht rechtzeitig bezahlt oder ohne Einspruch verweigert wird, kann aus der harmlosen Ordnungswidrigkeit schnell ein Strafverfahren werden. Halten Sie den Bescheid für ungerechtfertigt, kann innerhalb der Frist Einspruch bzw. Widerspruch eingelegt werden. Sind Sie also der Überzeugung, dass Sie die Ihnen zu Last gelegte Ordnungswidrigkeit nicht begangen haben, trauen Sie sich und widersprechen. Umfragen haben ergeben, dass viele Bescheide fehlerhaft sind und der Einspruch durchaus Sinn ergibt.

Hilfe vom Fachanwalt

Ungeliebte PostMöchten Sie bei solch einem Anspruch auf Nummer sicher gehen, beispielsweise weil vom Ausgang des Bescheids abhängig ist, ob Sie Ihren Führerschein behalten dürfen, können Sie Ihr Anliegen auch an einen Fachanwalt übergeben. Dieser wird, nach einer Prüfung ob sich die Kosten in Anbetracht des Bußgelds lohnen, für Sie agieren. Auch für Ihnen gelten jedoch die gleichen Fristen was den Widerspruch anbelangt. Sie sollten also auch hier nicht zu viel Zeit verstreichen lassen bevor Sie handeln.  Die Verjährungsfrist besagt, dass der Bußgeldbescheid binnen drei Monaten verjährt ist und somit kein Rechtsmittel mehr gegen den Bescheid eingelegt werden kann.

Fristen des Bußgeldbescheids

Durch die Anhörung wird die Verjährungsfrist unterbrochen. Eine Anhörung kann sowohl mündlich, als auch schriftlich in Form eines Anhörungsbogens der dem Bußgeldbescheid beigelegt wurde, stattfinden. Die zweite zu beachtende Frist, ist die Widerrufsfrist. Sie ist kürzer als die Verjährungsfrist, denn nur zwei Wochen lang, wie im Bescheid vermerkt, kann Widerspruch eingelegt werden. Das Datum gilt hier ab Zustellung. Wird der Brief per Einschreiben versendet, gilt der Tag des Empfangs. Wird er per Post zugestellt, so gilt der Brief drei Tage nach Posteinwurf als zugestellt. Sollten Sie abwesend sein wenn Sie den Brief erhalten, könnten Sie eine „Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand“ beantragen. Die Abwesenheit muss jedoch durch Reiseunterlagen oder andere Mittel begründet werden. Weitere Informationen wie Sie handeln sollten, wenn Ihnen einen Bußgeldbescheid mit bösen Forderungen ins Haus flattert bekommen Sie auf www.bussgeldbescheid-einspruch.com.