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Die Unterhaltspflicht nach Trennung und Scheidung

Ein häufiger Streitpunkt nach der Trennung ist der Unterhalt. Dabei sind zwei grundsätzliche Sachverhalte zu Unterscheiden. Wenn der Ehepartner bisher nicht gearbeitet hat und auch über kein Vermögen verfügt, erhält er vom anderen Ehepartner Trennungsunterhalt. Dieses wird aber nur bei Bedürftigkeit Fälligkeit. Anders sieht es mit den Kindern aus. Diese erhalten immer Unterhalt von dem Ehepartner, bei dem die Kinder nicht leben.

Schon bei der Trennung ist eine kompetente Beratung nötig

Schon unmittelbar nach der Trennung sollten sich die Ehepartner an einen Anwalt für Familienrecht in Augsburg wenden. Der Unterhalt für den Ehepartner und für die Kinder ist sofort nach der Trennung fällig und nicht erst, wenn die Scheidung rechtskräftig ist. Ein Unterhalt für den Ehepartner kommt meist dann in Frage, wenn ein Partner gut verdient und der andere bislang zu Hause war, sich um den Haushalt und die Kinder kümmerte. Wenn kleine Kinder betreut werden müssen, ist der Ehegattenunterhalt auch später noch fällig. Ebenso muss ein Partner für die Kinder bezahlen. In der Regel ist das immer der Partner, bei dem die Kinder nicht leben. Dieser leistet den sogenannten Barunterhalt. Der andere Partner ist für den Betreuungsunterhalt zuständig, der bis zum 18. Lebensjahr geleistet werden muss.

Für die Höhe der Beträge gibt es genaue Vorschriften

Die Höhe der Zahlbeträge richtet sich nach den jeweiligen Beträgen. Der Ehegattenunterhalt beträgt 3/7 des bereinigten Nettounterhalts. Der Trennungsunterhalt wird nicht automatisch fällig, sondern muss betreut werden. Normalerweise wird dieser nur bis zum 3. Lebensjahr des Kindes bezahlt, später muss sich der Ehepartner eine Arbeit suchen. Anders sieht es beim Kindesunterhalt aus. Dieser wird immer fällig und muss auch nicht beantragt werden. Die Höhe richtet sich nach dem Alter des Kindes und nach dem Einkommen des Zahlungspflichtigen. Jeder Zahlungspflichtige darf natürlich ein gewisses Einkommen für seinen eigenen Bedarf behalten. Dieser Bedarfssatz hängt vom Einkommen des Zahlungspflichtigen ab. Er beträgt momentan bei einem Einkommen bis 1500 Euro 1080. Mit zunehmenden Einkommen steigt auch der Unterhalt, ebenso nimmt er mit dem Alter des Kindes zu. Bei der Höhe der Summen orientieren sich die meisten Richter an der Düsseldorfer Tabelle. Diese kann jeder im Internet einsehen. Die dort angegebenen Beträge sind aber noch keine Zahlbeträge, denn das Kindergeld muss noch zur Hälfte abgezogen werden. Dieses steht nämlich beiden Eltern zu, obwohl es in der Praxis meist der betreuenden Person ausbezahlt wird. Wer sich bei der Berechnung unsicher ist, der findet im Internet auch Tabellen, bei denen dies schon berücksichtigt ist.

Ab dem 18. Lebensjahr fällt der Betreuungsunterhalt weg und beide Eltern bezahlen Barunterhalt. Jetzt wird das Einkommen beider Elternteile zusammengerechnet und der Betrag anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Der Unterhalt muss anteilsmäßig auf die beiden Einkommen aufgeteilt werden.