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Das deutsche Arbeitsrecht schützt bei Kündigung

Hilfe bei einer Kündigung

Selbst zu kündigen oder jemanden zu kündigen ist nie schön. In Filmen wird oft gezeigt, dass es hierfür eigene Büros oder gar Angestellte gibt, die die Hiobsbotschaft an die Angestellten überbringen. In der Realität ist dies zwar meist nicht der Fall, jedoch kommen Kündigungen oft überraschend.

Schnell reagieren

Arbeitnehmer sind oft so geschockt und um ihre Zukunft besorgt, dass sie gar nicht darauf achten, ob die Kündigung auch rechtmäßig durchgeführt wurde und alles rechtmäßig ablief. Zu schlimm ist oft die Angst vor der Jobsuche oder der drohenden Arbeitslosigkeit.

Wenn Sie eine Kündigung erhalten sollten Sie jedoch kein falsches Schamgefühl entwickeln, sondern sich lieber professionelle Beratung suchen und zu einem Rechtsanwalt gehen. Zum Leistungsangebot gehört nicht nur das Vertreten vor Gericht, sondern auch die Prüfung der Kündigung.

Prüfung der Unterlagen

Fachliche Hilfe bei KündigungBeispielsweise muss zuerst herausgefunden werden, ob der angegebene Kündigungsgrund überhaupt rechtmäßig war. Diese Prüfung kann kaum von Laien durchgeführt werden, da das Recht äußerst komplex ist und es viele Vorschriften gibt die vor einiger Kündigung schützen. Wichtig ist auch, dass sie nicht zu viel Zeit verstreichen lasse. Es gibt gewissen Fristen die bei Kündigungsschutzklagen eingereicht werden müssen.

Zu Ihrem Erstgespräch sollten Sie Ihrem Anwalt in jedem Fall alle relevanten Unterlagen mitbringen. Dies sind in der Regel natürlich der Arbeitsvertrag selbst sowie im Falle eines Tarifvertrags noch dieser selbst. Selbstverständlich sollten Sie auch noch das Kündigungsschreiben sowie eventuelle erhaltene Abmahnungen oder Zeugnisse mitbringen. Gemeinsam mit Ihren letzten drei Abrechnungen hat der Anwalt dann ein umfassendes Bild Ihrer beruflichen Situation und kann eine Einschätzung treffen.

Rechtschutzversichert?

Gut ist für solche Fälle natürlich, wenn Sie eine private Rechtschutzversicherung abgeschlossen haben. In diesem Fall übernimmt die Versicherung in der Regel die Kosten für eine anwaltliche Beratung. Wenn nicht sollten Sie darauf achten, dass Sie auch wenn Sie vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz Recht bekommen trotzdem die Anwaltskosten tragen müssen.

Wenn Sie nun nicht das Geld für einen Anwalt haben, müssen Sie jedoch nicht verzagen und Ihr Schicksal schweigend hinnehmen: Auch beim Arbeitsrecht gibt es die Möglichkeit der Prozesskostenfinanzierung.