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Erhöhung der Untersbeiträge Düsseldorfer Tabelle

Mit dieser Erhöhung der Unterhaltszahlungen müssen Sie rechnen

Dies ist ein Thema bei dem sich die Meinungen spalten werden. Bereits in der Vergangenheit gab es Erhöhungen im Bereich Kindesunterhalt und Kindergeld durch den Gesetzgeber. Auch ab Anfang 2017 sind diverse Erhöhungen vom Oberlandesgericht angekündigt. Die Unterhaltsberechtigten Kinder dürfen sich über diese Entscheidung freuen, wobei die Unterhaltspflichtigen Elternteile mit ihrem Einkommen neu kalkuliern werden müssen.

Ab dem 01.01.2017 wurde vom Gesetzgeber erneut eine Erhöhung der Kindergeldbeiträge festgelegt. Mitte Dezember 2016 soll feststehen, um welchen Betrag sich diese Erhöhung in Zukunft handeln wird. Sobald diese Entscheidung getroffen wurde, kann auch eine Aussage über die Änderungen in der Düsseldorfer Tabelle aktualisiert werden.

Hierbei handelt es sich um eine Aufstellung des Gesetzgebers in der „Verordnung zur Festlegung des Mindestunterhalts minderjähriger Kinder“ gemäß § 1612a Abs. 1 BGB vom 03.12.2015. Die Erhöhung des Mindestunterhaltes führt zur Änderung auch der Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle.

Der Anhebung der Kindergeldbeträge wird auch der Unterhaltssatz für Trennungskinder angepasst. Jedoch, sind diese Beiträge die Einzigen die sich ändern werden. Trotz einer Erhöhung der Unterhaltssätze, wird sich an dem Selbsterhalt für die Unterhaltspflichtigen Personen nichts ändern.

Unterhaltsätze richten sich nach den Einkommensgruppen

Die Beträge richten sich nach folgenden Altersgruppen der Unterhaltsberechtigten Kinder

  • bis zum fünften Lebensjahr auf 342 Euro (+ 7 Euro)
  • Sechs-bis Elfjährige auf 393 Euro (+9 Euro)
  • 12-bis 17-Jährige erhalten mindestens 460 Euro (+ 10 Euro)

Je nach Einkommensgruppe mit einem höheren Gehalt, ändert sich dementsprechend auch der Unterhaltssatz. Insbesondere bei Volljährigen Unterhaltsberechtigten Kindern ändert sich bei einem  Nettogehalt von 1500 Euro eines Elternteils der Beitrag auf 427 Euro (+11 Euro). Studiert dieses Kind zusätzlich und kann nachweisen, dass es nicht in dem Wohnraum der Eltern lebt, hat es sogar einen Anspruch auf 735 Euro. Hierbei handelt es sich um die beträchtlichste Anhebung der Unterhaltszahlungen, da der Betrag vorher bei 670 Euro lag. Dieser Anstieg hängt mit einem Wohnkostenanteil vom 300 Euro zusammen, welcher in dem Unterhaltsbeitrag enthalten ist.

Ob sich dieser noch zusätzlich verändern wird, steht bis dato noch nicht fest. Auf den zu leistenden Kindsunterhalt durch den Unterhaltschuldner ist der Düsseldorfer Tabelle zu entnehmen, dass das pro Kind erhaltene Kindegeld angerecht  wird. In den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle sind anfallende Studiengebühren sowie sie Beiträge zu der Renten-und Pflegeversicherung nicht enthalten.

Wie sich die Änderungen berechnen

Der Beitragssatz wurde ab dem 01.01.2008 anhand des Kinderfreibetrages berechnet, wobei sich seit Januar 2016 die Berechnung an dem Existenzminimum der Kinder orientiert. Weitere Änderungen in der Berechnung der Beitragsätze werden in der Düsseldorfer Tabelle 2018 erwartet.

Berechnung der neues Beitragssätze

 

Hier bekommen Sie Einblick in die aktuelle Version der Düsseldorfer Tabelle. Zum Thema Familienrecht in Dortmund oder anderen Städten in Deutschland, sollten Sie sich an entsprechende Rechtexperten wenden, welche Ihnen eine ausführliche Beratung garantieren.