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Neuer Job, neues Leben – wie es nach dem Studium weitergeht

„Ich bin acht Jahre zum Gymnasium gegangen und habe fünf Jahre studiert, um jetzt endlich arbeitslos zu sein.“ Diese sarkastische Aussage aus einer Social-Media-App für Studenten spiegelt eigentlich eine tiefere Angst wieder: Dass die viele Arbeit und Mühe, der Lernstress und der Erfolgsdruck umsonst waren. Es ist der Albtraum aller Studenten, nach dem Studium keinen Job zu bekommen. Damit das möglichst nicht passiert, hier einige Tipps, wie direkt nach dem Studium der passende Job ergattert werden kann.

Jeder Student kann arbeiten

Die meisten Unternehmen wollen Bewerber mit Erfahrung. Wer die während dem Studium nicht sammelt, wird bei der Bewerbung sicherlich ein Problem haben. Es gibt genug Möglichkeiten, aktiv zu sein: Mit Praktika während der Semesterferien, Werkstudenten- oder Minijobs. Wer schon während dem Studium arbeitet, hat außerdem den Vorteil, den Prozess der Bewerbung kennen zu lernen und Erfahrung in betrieblichen Abläufen zu sammeln. Und natürlich lernt er, welche Arbeit ihm Spaß macht und welche nicht. Also bitte keine Ausreden: Jeder Student kann während der Studienzeit arbeiten. Das macht es später bedeutend leichter.  Internetseiten bieten auch für Studenten eine große Auswahl an Jobs, für die man sich bewerben kann. Auch private Arbeitsvermittler können helfen. Denn ohne gute Praxiserfahrung bringt der beste Job nichts. Auch eine Stelle als Trainee kann einen schnellen Berufseinstieg ermöglichen.

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Die richtige Bewerbung

„Ich bin ein sehr kreativer und offener Mensch und lerne schnell.“ Hand aufs Herz: So schön das klingt, würdest du jemanden, der das schreibt, zu einem Vorstellungsgespräch einladen? Nein. Viel besser: Konkret die eigenen Stärken heraus arbeiten und was diese dem Unternehmen bringen. Wer sich zum Beispiel in einer Marketing Agentur bewerben möchte und bereits erste Erfahrungen hat, schreibt nicht den obigen Satz, sondern: „Durch meine Kreativität fällt es mir leicht, mit Webanwendungen Internetseiten zu gestalten.“ Arbeite deine bisherigen Erfolge heraus und unterstreiche damit deine Stärken. Distanziere dich von Floskeln, denn sie lassen dich älter klingen, als du bist. Und bleibe individuell bei deiner Bewerbung – über die meisten Unternehmen gibt es heute Infos im Internet, die du in deine Bewerbung einbauen kannst. Du musst zeigen, wieso du dich für genau dieses Unternehmen bewirbst. Schreibe so, dass du den Namen des Unternehmens nicht einfach durch einen anderen austauschen könntest.

Beim Bewerben realistisch bleiben

Natürlich möchtest du unbedingt einen Job nach dem Studium haben. Deswegen wahllos Bewerbungen raus zu hauen, ist jedoch nicht sehr sinnvoll. Wer darauf keine Rückmeldung bekommt, sollte sich nicht wundern. Bewirb dich auf Stellen, die wirklich zu dir, deinem Studiengang und deiner bisherigen Berufserfahrung passen, und nicht auf alles Mögliche. Über Alumni-Netzwerk, die es mittlerweile an fast allen Hochschulen gibt, kannst du Kontakt zu Absolventen der Hochschuhe aufnehmen und dich austauschen. Start-Up-Unternehmen haben meistens noch eine flache Hierarchie und daher viele Aufstiegsmöglichkeiten. Hier kannst du meistens sehr viel lernen und relativ bald sogar mitbestimmen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, auch wenn das Unternehmen noch nicht so lange auf dem Markt mitmischt. Sei allerdings realistisch, was dein Einstiegsgehalt und -position angeht.

Finanzielle Aussichten können ermittelt werden

Ein abgeschlossenes Studium bedeutet auch ein neuer Lebensabschnitt. Dazu passt ein Wohnortwechsel wunderbar. Mit dem neuen Entgelt-Atlas der Agentur für Arbeit kannst sogar herausfinden, wo in Deutschland der Lohn für die einzelnen Berufe am höchsten ist.  Hättest du gedacht, dass ein Ingenieur im Osten 18 Prozent weniger Lohn bekommt?  Also: Bleib fleißig und spiel die Karten aus, die dir zugeteilt wurden.