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Darf ich während der Arbeit surfen

Privates Surfen während der Arbeitszeit

Zuerst einmal: Wenn Sie den Drang verspüren während der Arbeitszeit Ihre sozialen Netzwerke zu checken, dann sind Sie damit nicht allein und schon gar kein Sonderling.

Suchtmittel Internet

Social Media und Internet Klausel im ArbeitsvertragDa viele Berufstätige den ganzen Tag vor dem PC mit Internetanschluss sitzen, ist der Klick zum privaten Surfen innerhalb der Arbeitszeit oft nicht weit. Jedoch ist dies kein Kavaliersdelikt. Da der Arbeitnehmer ja für seine berufliche Tätigkeit bezahlt wird, ist das private Surfen und Stöbern in Onlineshops grundsätzlich nicht richtig. Ausnahme ist, wenn die Privatnutzung ausdrücklich erlaubt ist, was jedoch selten der Fall ist. Auch wenn der Arbeitgeber von der Privatnutzung weiß und diese „stillschweigend duldet“, kann wegen des Surfens nicht plötzlich eine Kündigung ausgesprochen werden, jedoch bleibt die Nutzung des Arbeitnehmers eine Verletzung seiner Arbeitspflicht. Spätestens wenn der Arbeitgeber Privatnutzung ausdrücklich verbietet, drohen beim Surfen während der Arbeitszeit Konsequenzen die bis hin zur Entlassung führen kann.
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Was darf ich öffentlichen posten?

Doch nicht nur die Nutzung von Facebook am Arbeitsplatz, sondern auch die private Nutzung kann für Arbeitnehmer Konsequenzen haben. Auch was man auf Facebook äußert sollte man vor dem Klick auf „Veröffentlichen“ vorher überlegen. Menschen mit zu großem Mitteilungsbedürfnis können durch Facebook auch Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommen. Beispielsweise wenn der Arbeitnehmer vertrauliches via Statusmeldung in Facebook ausplaudert oder personenbezogene Daten weitergibt. Einige Unternehmen haben deswegen schon Guidelines für die Nutzung von Social Media Kanälen erstellt. Diese sogenannte Social Media Policy klärt verbindlich, wer wann, wo und zu welchem Zweck die sozialen Medien in Bezug auf sein Arbeitsverhältnis nutzen darf.
Diese Regelungen gibt es weltweit schon in 20 Prozent der Unternehmen. Durch Unterschrift haben diese Richtlinien auch Gültigkeit.

Der Chef als Facebook Freund

Ein weiteres, nicht arbeitsrechtliches aber menschliches Problem kann einen ebenfalls auf Facebook ereilen: Die Freundschaftseinladung vom Chef. Schneller als man sich versieht, hat man dann den Chef in der Freundesliste. Doch ist das wirklich klug? Natürlich sollte man nie, auch nicht wenn man den Chef nicht in der Freundesliste hat, etwas Negatives über Job und Kollegen in Facebook äußern. Jedoch ist es für viele Arbeitnehmer ein Eingriff in die Privatsphäre, wenn „der Chef mitliest“. Auch kommen bei der Nutzung viele Fragen auf: Sollen Sie beispielsweise bei der Statusmeldung des Vorgesetzten „Gefällt mir“ klicken oder gar kommentieren? Bei dieser Frage, kann Ihnen leider kein Gesetzbuch oder Anwalt helfen. Wenn Sie kein Problem damit und ein gutes Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten haben, dann nehmen Sie Ihn ruhig auf, gegebenenfalls können Sie ihn auch auf eine Liste setzen, auf der er nicht alle Ihrer Meldungen mitbekommt. Ist es Ihnen jedoch gar nicht recht, dann sprechen Sie in einer ruhigen Minute einmal mit Ihrem Vorgesetzten und erklären Sie, dass Sie gerne berufliches von privatem trennen möchte. Das ist auf keinen Fall ein Kündigungsgrund.