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Rechte und Pflichten für Arbeitnehmer & Arbeitgeber

Jeder Bewerber ist zunächst optimistisch und positiv gestimmt, wenn dieser sich durch das Bewerbungsverfahren und Vorstellungsgespräche durchkämpfen konnte, um letztendlich eine Zusage für den vermeintlichen Traumjob zu erhalten. Doch trotz Überschwänglichkeit und Vorfreude sollten bestimmte Formalitäten nicht vernachlässigt werden. Das Verhältnis vom Arbeitnehmer zu Arbeitgeber ist ein Rechtsgeschäft, welches besser schriftlich in einem Arbeitsvertrag geregelt und festgehalten werden sollte. Jeder motivierte Mitarbeiter würde gerne besonders in der Anfangszeit mit seinem aufopfernden Verhalten glänzen, jedoch dürfen beide Parteien nicht vergessen, dass sie sowohl Rechte als auch Pflichten haben.

Zu beachten vom Arbeitnehmer

Zu den Pflichten des Arbeitnehmers gehört, die Arbeitsleistung zu vollbringen, die vertraglich festgehalten wurde und für welche er auch entsprechend entlohnt wird. Hierbei gilt es, die Arbeitsleistung im Sinne des Unternehmens so zu bewerkstelligen, dass der Arbeitgeber keine Nachteile durch den Arbeitnehmer zu vermerken hat. Auch spielt der vereinbarte Ort zur Ausübung der Tätigkeit eine wichtige Rolle. Oft sind diese Rahmenbedingungen jedoch nur breit umfassend beschrieben, sodass für den Arbeitnehmer ein gewisser Spielraum besteht seinen Tätigkeiten gewissenhaft und auf seiner Weise nachzugehen. Neben der Hauptpflicht besteht auch eine Nebenpflicht für den Arbeitnehmer, die sogenannte Treuepflicht. Diese beinhalteten Punkte, wie

  • Verschwiegenheitspflicht: Bewahrung der Betriebs-und Geschäftsgeheimnisse
  • Wettbewerbsverbot: Solange das Arbeitsverhältnis noch besteht
  • Sorgsamer Umgang: In Hinblick auf den Umgang mit dem Arbeitgeber sowie dessen Eigentum

Rechte und Pflichten des Arbeitgebers

Die Hauptpflicht des Arbeitgebers besteht darin, die geschuldete Vergütung, welche vertraglich geregelt wurde, an den Arbeitnehmer zu entrichten, sprich das Arbeitsentgelt auszuzahlen. Dieses verhandelte Gehalt kann nach Absprache monatlich zu einem vereinbarten Termin erfolgen oder in Etappen als Lohnzahlung entrichtet werden. Hierbei ist zu beachten, ob eine pauschale Zahlung oder eine stundenweise Bezahlung vereinbart wurde. Zusätzlich ist im Arbeitsrecht verankert, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist seinem Angestellten einen gesetzlichen Mindestanspruch von 20 Tagen Erholungsurlaub zu gewähren und ab einer Stundenanzahl von 6 Stunden Arbeit eine Pause einzuräumen. Auch die zu verrichtende Arbeit sollte in einem zumutbaren Rahmen stattfinden, damit der Angestellte die Motivation, den Sinn und die Freude an seiner Tätigkeit nicht verliert sowie dem Verhältnis zu seinem Vorgesetzten positiv gestimmt bleibt.

Zu raten ist, dass alle gesetzlichen Rechte und Pflichten sowie zusätzlich vereinbarte Klauseln in einem Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten werden sollten, um im Zweifelsfall einen Disput zu vermeiden. Sollten nämlich Unklarheiten auf einer Seite der Parteien bestehen, kann sich diese immer auf ihre Rechten berufen.