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Süße Arbeitsabfindung – bitter gereut!

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt Ihnen weniger ALG, wenn Sie aus Ihrem letzten Job Abfindungen bekommen haben. Informieren Sie sich vorher.

Kaum etwas ist bitterer als eine Kündigung und der damit einhergehende Verlust des Arbeitsplatzes. In vielen Fällen versuchen Arbeitgeber, die Entscheidung ihrer Mitarbeiter, sich von ihrem Arbeitsplatz zu trennen, mit mehr oder weniger üppigen Abfindungen zu versüßen.

Bei allem Druck, der in solchen Situationen auf dem Arbeitnehmer lastet, so gilt es doch, kühlen Kopf zu bewahren, denn unterm  Strich  kann eine Abfindung ein Verlustgeschäft werden. Abfindungen sind nämlich mittlerweile zwischen die Mühlsteine des Arbeitslosengeldes und des Steuerrechts geraten und können spätestens dann, wenn es ums Arbeitslosengeld geht, zu bösem Erwachen führen.

Zahlung von Arbeitslosengeld von der BA verweigert

Wer sich in solchen Situationen auf Verhandlungen mit seinem Arbeitgeber einlässt, ist ohne fachkundige steuer- und arbeitsrechtliche Unterstützung  schnell auf verlorenem Zahlungen vom ArbeitsamtPosten.

Letztendlich geht es darum, dass sich die Bundesagentur für Arbeit und vor Zahlungen des Arbeitslosengeldes drücken kann, wenn der Arbeitnehmer eine Vereinbarung über die Aufhebung des Arbeitsvertrags getroffen hat. Voraussetzung ist nämlich in vielen Fällen, dass sich der Arbeitnehmer eine solche Vertragsaufhebung von der Bundesagentur für Arbeit genehmigen lassen muss. Hält sich der Arbeitnehmer nicht an diese Spielregeln, so drohen im Regelfall  Sperrzeiten des Arbeitslosengeldes bis zu zwölf Wochen. In Einzelfällen kann sich das alles aber auch auf bis zu sechs Monaten auswachsen.

Wie erfolgt die Anrechnung der Abfindung auf das ALG?

Ein weiteres Folterinstrument der Bundesagentur für Arbeit ist die Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Neben der Verlängerung der Sperrzeit kann die Behörde zugleich auch anordnen, dass das Arbeitslosengeld ruht. Diese weitere Verschlimmerung all des Vorstehenden ist immer dann zu befürchten, wenn sich der Arbeitgeber mit der Abfindung zugleich auch noch von einem Teil der Kündigungsfrist gleichsam freikauft.

Geradezu eine Wissenschaft für sich ist die Berechnungsformel für die Abfindung auf das Arbeitslosengeld. Was sich dahinter verbirgt, ist in § 143 a SGB III geregelt.  Die Anrechnungsformel ist abhängig von dem Alter des Arbeitnehmers. Dies muss man nicht nur wissen, sondern auch berechnen können. Da ist der Einzelne schnell überfordert.

Einem jeden Betroffenen kann nur eindringlich anempfohlen werden, sich fachkundiger Unterstützung zu bedienen.