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Verkehrsunfall auf dem Weg zur Arbeit- was nun?

Es ist schneller passiert als einem lieb ist. Eine kurze Sekunde der Unaufmerksamkeit und schon ist man in einen Unfall verwickelt. Doch was ist, wenn man sich bei dem Unfall auf dem Weg zur Arbeit befindet? Was muss man in dieser Situation tun und wird dieser Unfall als Arbeitsunfall behandelt?

Wann ist es ein Arbeitsunfall?

Generell gilt in Deutschland für alle Arbeitgeber eine Zwangsversicherung. Das bedeutet, dass jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, für die Arbeitnehmer Beiträge zur gesetzlichen Versicherung zu leisten. Damit sind Arbeitnehmer einerseits gegen die Folgen eines Arbeitsunfalls versichert andererseits können Arbeitnehmer in diesem Fall keine Ansprüche gegen den Arbeitgeber stellen.

Versicherungsansprüche entstehen grundsätzlich immer dann, wenn ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit vorliegt. Nach gesetzlicher Definition gelten als Arbeitsunfall als diejenigen Unfälle, die in Folge von beruflichen Tätigkeiten passieren. Zu den beruflichen Tätigkeiten gehört auch das Zurücklegen des Weges hin zur Tätigkeit. Der Weg zur Arbeit gehört also ebenso wie die berufliche Tätigkeit an sich als versicherte Tätigkeit. Jedoch gibt es einige Ausnahmen für den Fall, dass nicht der direkte Weg zur Arbeit genommen wird, welche sich als Fallsticke bei Wegunfällen herausstellen können.

Anspruch auf Versicherung nicht bei Umwegen

Um als Arbeitsunfall zu gelten ist es wichtig, dass der Unfall auf direktem Weg vom zu Hause zur Arbeitsstelle stattfindet. Ist etwa aus privaten Gründen ein Umweg genommen worden, sei es etwa zum Einkaufen gehen oder aus ähnlichen Gründen, dann bestehen keine Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung mehr. Umwege sind nur in Ausnahmefällen versichert. Solch eine Ausnahme ist etwa ein Umweg um die eigenen Kinder abzuholen, wenn sich diese aufgrund der beruflichen Tätigkeiten in der Obhut eines anderen befinden. Eine Ausnahme stellt es auch dar, wenn eine Fahrgemeinschaft mit anderen Berufstätigen gebildet und daher nicht der direkte Weg nach Hause genommen wird. Auch wenn aus verkehrsbedingten Gründen eine Umleitung genommen werden muss oder wenn der Arbeitsplatz über einen längeren Weg schneller zu erreichen ist, wird dies als Ausnahme geregelt. Grundsätzlich prüft die Unfallversicherung ihre Eintrittspflicht sehr genau und ist bei Wegunfällen besonders kritisch. Das Team von pkw-unfall-gutachter.de bietet Unterstützung bei der Regulierung von Unfallschäden und der Abrechnung mit Versicherungen.

Häufig dauert es einige Zeit bis geklärt ist, ob ein Unfall als Arbeitsunfall behandelt wird. Deshalb springt häufig zunächst die Krankenkasse mit Leistungen ein und fordert diese dann zu einem späteren Zeitpunkt von der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung zurück. Dies kann auch umgekehrt der Fall sein, wenn zunächst von einem Arbeitsunfall ausgegangen wird, dieses sich jedoch nicht bestätigt.