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Was ist im Büro erlaubt?

Was ist während der Arbeitszeit erlaubt? Und was im Büro während der Pause? Das hängt nicht zuletzt von den betrieblichen Regelungen ab. Dass die Arbeitszeit vor allem zum Arbeit da ist, ist klar. Ob man aber in der Pause E-Mails lesen, Aktien handeln oder Filme ansehen darf, hängt vom Arbeitgeber ab.

Private Nachrichten über die dienstliche Mailadresse?

Es war ein peinlicher Fehler, den die Mitarbeiterin einer großen Behörde machte. Aus Versehen schickte sie eine E-Mail mit pikanten Details aus ihrem Sexualleben statt an eine Freundin an das Teampostfach. Ein Kollege fand die Mail dort und leitete sie an einen Freund weiter. So verbreitete sich das Schreiben immer weiter, bis es schließlich seinen Weg in die Redaktion eines Privatsenders fand.

Der Angestellte, der die E-Mail weitergeleitet hatte, wurde fristlos entlassen. Die Mitarbeiterin selbst konnte nicht belangt werden. Denn die dienstliche Nutzung des Rechners war in den Pausen ausdrücklich erlaubt. Weil die Pausenzeit automatisch vom Stundenkonto abgezogen wurde und eine Vertrauensregelung bestand war nicht nachzuweisen, dass die Mail in der Arbeitszeit geschrieben wurde.

Strenge Nutzungsbestimmungen

Die Behörde reagierte, indem sie die private Nutzung der IT verbot. Hatte die Mail über die Unlust ihres Partners und Möglichkeiten ihn zu animieren noch schlimmstenfalls für Häme gesorgt, wären andere Szenarien noch weitaus problematischer. Was, wenn die Mitarbeiterin stattdessen über den dienstlichen Rechner für eine radikale, aber dennoch erlaubte Partei gearbeitet hätte?

Der Imageschaden hätte groß sein können. Ein Mitarbeiter der Flugblätter der NPD oder DKP während der Arbeitszeit entwirft wäre ein Fiasko. Denn weil beide Parteien erlaubt sind, wäre das nach der alten Dienstvorschrift nicht zu ahnden gewesen.

Behörden stehen dabei natürlich besonders im Fokus. Aber auch Unternehmen können so in große Probleme kommen, vor allem, wenn sie international tätig sind. Berichte von Mitarbeiterinnen über Intimrasuren sind dabei ein kleines Problem, weil Firmen sich in der Öffentlichkeit nicht dafür rechtfertigen müssen, ob ihre Mitarbeiter auch arbeiten oder eine Mail vielleicht doch während der Dienstzeit geschrieben wurde – sieht man von jenem kleinen Teil der Bevölkerung ab, der als Aktionär Miteigentümer ist. Ein kommunistischer Mitarbeiter könnte in den USA aber bei Regierungsaufträgen für große Probleme sorgen, ein NPD-Funktionär macht das Geschäft in Israel nicht einfacher.

Moderne Technik löst das Problem

Spricht also etwas dagegen, die Nutzung der IT in der Dienstzeit komplett zu verbieten? Der Fall der Behördenmitarbeiterin liegt bereits rund zehn Jahre zurück und würde heute vielleicht gar nicht mehr passieren. Für solche und ähnliche Diskussionen gibt es heute Kurznachrichten über Messangerdienste wie WhatsApp, Line oder Threema.

Das Schreiben ist auf dem Smartphone wegen der kleinen Tastatur zwar noch etwas müßig, Tablet PCs mit ansteckbarer Tastatur passen aber mittlerweile in jede Tasche und bieten fast genauso viel Komfort wie ein PC. Außerdem lassen sich dort problemlos Apps installieren, wenn man beispielsweise in der Mittagspause mit Aktien oder anderen Finanzprodukten wie Binären Optionen handeln will (Informationen darüber, was Binäre Optionen sind, kann man hier bekommen).

Fazit

Die Arbeitszeit ist zum Arbeiten da. In Pausen dagegen haben Mitarbeiter große Freiheiten. Die Nutzung der Technik zu privaten Zwecken sollte deshalb geregelt sein. Sonst könnte es passieren, dass Mitarbeiter sie für legale, aber fragwürdige oder zumindest umstrittene Zwecke nutzen und die Firmenleitung nichts gegen unternehmen kann. Ohnehin sind die Mitarbeiter heute auf die private Nutzung des Firmen-PCs nicht mehr angewiesen. Nahezu alle besitzen ein Smartphone oder sogar einen Tablet PC. Dort lassen sich sogar Apps installieren, ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Dienstrechner.