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Wirtschaftskriminalität in Deutschland

Wirtschaftskriminalität ist weltweit ein ernst zu nehmendes Thema – In jeden 2ten Fall wird die Straftat von den Mitarbeitern begangen.

Laut einer repräsentativen Studie der KPMG waren im Jahr 2014 mindestens 35% der Unternehmen in Deutschland von Wirtschaftskriminalität betroffen – Tendenz stetig steigend. Der dadurch entstehende Schaden wird auf rund 80 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Zu den Delikten zählen zum Beispiel Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, Untreue, Datenmissbrauch, Geheimnisverrat, Produktpiraterie oder auch Korruption und Spesenbetrug. Besonders heikel wird es, wenn die Straftaten von den eigenen Mitarbeitern begangen werden. Und das ist laut der Studie zur Wirtschaftskriminalität leider keine Seltenheit – im letzten Jahr waren 55% der ermittelten Täter Arbeitnehmer. Ein begangenes Delikt oder auch nur de Straftatverdacht kann das Vertrauensverhältnis – und dadurch auch das Arbeitsverhältnis – gravierend belasten. Das deutsche Gesetz gewährt dem Arbeitgeber zwar die Option der außerordentlichen (fristlosen) Kündigung, knüpft diese aber an spezielle Voraussetzungen.

Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund

Die deutsche Rechtsprechung definiert zahlreiche Anforderungen an eine ordentliche Kündigung. Sie muss zum Beispiel formgerecht zugestellt werden, darf weder treuwidrig, diskriminierend noch sittenwidrig sein und muss die Kündigungsfrist sowie den Kündigungsschutz beachten. Bei einer außerordentlichen Kündigung werden die vorgeschriebenen Anforderungen aus einem wichtigen Grund (vgl. § 626 Abs.1 BGB) aufgehoben – das Arbeitsverhältnis wird direkt beendet. Diese fristlose Kündigung kann dabei von beiden Vertragspartnern innerhalb von zwei Wochen ausgesprochen werden. Meistens folgt die außerordentliche Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen und muss die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

– Gravierender Pflichtverstoß des Arbeitnehmers
– Rechtswidriger als auch schuldhafter Tatbestand
– Kein milderes Mittel möglich (Abmahnung, Versetzung, ordentliche Kündigung, etc.)
– Interessenabwägung

Fundierte Beweise für das Arbeitsgericht

Begeht der Mitarbeiter eine Straftat, so ist es nicht unwichtig, in welchem Rahmen diese erfolgte. Eine außerordentliche Kündigung kann aus verhaltens-, personen- oder betriebsbedingten Gründen erfolgen. Eine Straftat im Privatbereich ist in der Regel nicht für eine verhaltensbedingte Kündigung ausreichend, da kein Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis besteht. Unter Umständen kann jedoch eine personenbedingte Kündigung erfolgen, wenn die Straftat deutlich macht, dass der Angestellte für die Arbeitsleistung ungeeignet ist. Man unterscheidet weiterhin, ob die Straftat gegenüber dem Arbeitgeber begangen wird (Diebstahl, Betrug, Geheimnisverrat, Arbeitsverweigerung) oder im Zusammenhang mit der Arbeit steht (Angriff auf Kollegen, Trunkenheit am Steuer, Stalking) – beide Fälle rechtfertigen eine verhaltensbedingte Kündigung. Nach einer außerordentlichen Kündigung hat der Arbeitnehmer drei Wochen Zeit, eine Kündigungsschutzklage einzureichen und so gegen die Kündigung vorzugehen. Wer einem Mitarbeiter aufgrund einer Straftat kündigen will, brauch deswegen aussagekräftige Beweise. Liegt kein klarer Sachverhalt oder ein Geständnis des Angestellten vor, so sind umfassende Ermittlungen unabdingbar. Es kann empfehlenswert sein, unabhängige Experten mit der Aufklärung zu beauftragen. Beispielsweise recherchiert ein Detektiv in Stuttgart für seinen Mandanten national als auch international und hilft mit seinen präzisen Untersuchungen dabei, widerrechtliche Machenschaften aufzudecken sowie gerichtsverwertbare Beweise zu liefern. Ein erfahrener Ermittler steht nicht nur für eine hohe Glaubwürdigkeit, sondern weiß aus langjähriger Erfahrung, welche Beweise vor dem Arbeitsgericht bestand haben. Bei einer Verurteilung muss der ehemalige Angestellte auch die entstandenen Ermittlungskosten übernehmen.

Weiterführende Informationen zum Thema Wirtschaftskriminalität sowie eine erste kostenfreie Telefonberatung gibt es direkt bei der Detektei in Stuttgart.